Garnelen für das Fotografieren in Szene setzen

Bild: Bienengarnele, Caridina logemanni, by exocrusta

Ein wichtiger Bestandteil eines Hobbys ist es, sich darüber auszutauschen. Gerade im digitalen Zeitalter, in dem Internetforen an Bedeutung gewinnen, haben Fotos an Bedeutung gewonnen. Doch ist es im Garnelenhobby gar nicht so einfach gute Fotos zu machen. Daher möchte ich Dir hier zeigen, .....

Du weißt nun, mit welchem Equipment Du die besten Resultate erreichen kannst. Aber auch angenommen Du hast extra einige hundert Euro in eine teure Kamera investiert, eine Garantie für tolle Fotos ist das nicht. Schließlich macht der Fotograf die Fotos, nicht die Kamera. Daher ist es wichtig einige Regeln für ein gelungenes Garnelenbild im Hinterkopf zu behalten:

Bild: Bienengarnele mit Gelege (Eiern), Caridina logemanni, by exocrusta
Will man ein Gelege fotografieren, werden die Bilder nicht immer großartig.

Oft gibt es einen konkreten Grund, warum man ein Foto macht. Nehmen wir an, eine Garnele trägt Eier und Du möchtest das festhalten. Häufig entstehen dabei Bilder, auf denen man zwar toll die Eier sehen kann, das Foto für sich hat aber keinen Reiz. Vielen ist nicht bewusst, dass der Grund für ein Foto oder das Objekt der Begierde alleine nicht automatisch das Motiv bildet. Zu einem Motiv gehört mehr.

Bild: K14 Bienengarnele, Caridina logemanni mit Fühler vor dem Auge, by exocrusta
Dem Blick ins Auge darf nichts im Wege stehen.

Es gibt nun verschiedene Tricks, mit denen man ein Bild zum Leben erwecken kann. Ganz wichtig ist zum Beispiel, dass das vordere Auge im Fokus liegt. Hier darf man keine Kompromisse eingehen, denn als Mensch schaut man intuitiv jedem Tier als erstes in die Augen. Steht diesem ersten Blickkontakt etwas im Wege, beginnt das Auge intensiver immer wieder das Auge zu betrachten. Da dieser Anblick auf einem Foto aber immer der gleiche bleibt, wird der Blick dadurch vom Rest des Bildes abgelenkt. Vor dem Auge sollte sich daher auch kein Fühler befinden.

Bild: K14 Bienengarnele, Caridina logemanni an einem Garnelenbaum, by exocrusta
Der Hintergrund gehört zum Bild!

Ist dieses ablenkende Moment ausgeschlossen, beginnt der Betrachter das Gesehene einzuordnen. Es ist daher von großer Wichtigkeit, dass ausreichende Informationen zu der Szene im Hintergrund gegeben werden. Es eignet sich hier, eine Pflanze oder Gestaltungsmaterial mit ins Bild einzubeziehen. Da diese Bildbestandteile aber nicht den Hauptbestandteil des Fotos ausmachen sollen, reicht es, wenn sie nur noch schemenhaft zu erkennen sind.  Ein weiter Vorteil ist hierbei, dass eine bunte Garnele auf dunklem Bodengrund zwar einen Kontrast setzt, das Bild ohne Grün jedoch sehr unnatürlich wirkt. Eine Ausnahme sind hierbei Detailaufnahmen, einzelner Körperteile. Bei solchen formatfüllenden Fotografien sollte vom Hintergrund nichts mehr zu erkennen sein.

Bietet sich partout keine tollen Szenen, kann man diese auch gezielt stimulieren. Das Einfachste ist es hier, eine Futtertablette ins Becken nahe der Frontscheibe zu geben. Nach wenigen Minuten wird sich hier ein Großteil der Garnelen versammeln und sich um das Futter streiten. Nun ist es ganz einfach aufregende Fotos zu machen.

Bild: Goldener Schnitt bei der Garnelenfotografie, by exocrusta
Die Bedeutung des Goldenen Schnitts sollte man sich bei jedem Bild bewusst machen.

Egal was sich vor Deiner Linse abspielt, einige Grundlagenregeln der Fotografie solltest Du aber kennen. So sieht es in den meisten Fällen nicht gut aus, wenn die Garnele genau in der Bildmitte positioniert ist. Hier gibt es den so genannten Goldenen Schnitt. Dieser teilt eine Strecke so, dass die entstandenen Teilstücke möglichst harmonisch zueinander proportioniert sind. Das Verhältnis liegt bei etwa 61,8% zu 38,2%. Wendet man den Goldenen Schnitt auf die horizontalen und vertikalen Bildkanten an, so ergeben sich vier Linien mit vier Schnittpunkten. In einem dieser Schnittpunkte sollte das Bildzentrum liegen, zum Beispiel das Auge. Das sorgt immer für ein dynamisches Bild.

Bild: K14 Bienengarnele, Caridina logemanni in verschiedenen Bildausschnitten, by exocrusta
Die Position des Subjekts im Bild hat viel Einfluss auf die Bildwirkung.

Unterstützen kann man das zusätzlich, indem man der „Handlungsrichtung“ etwas Raum lässt. Wenn die Garnele zum Beispiel einen Stein abgrast, dann sollte vor ihr etwas mehr lehre Bildfläche sein als hinter ihr. So lässt man der Handlung Platz, sodass diese vom betrachtenden Auge weitergeführt werden kann.

 

Am Ende kannst Du aber für Dich entscheiden, was ein tolles Foto für Dich ausmacht. Lasse Dich nicht entmutigen, wenn Deine ersten Versuche keine brillanten Bilder werden. Das ist auch eine Frage der Übung. Du kannst Dir auch aus Zeitschriften, Büchern oder aus dem Internet Bilder suchen, die Dir persönlich sehr zusagen und genau beobachten, wo Du hinschaust und was dieses Bild von anderen abhebt. Auf diese Weise wirst auch Du mit der Zeit deine Schützlinge ins perfekte Licht rücken können. Aber unter uns, es ist völlig normal, wenn Du von den 100 aufgenommenen Bildern 95 wieder löschst.

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