Der richtige Filter - klare Sache!

Foto: Filterschwamm vor Einlauf mit weidender Garnele, by exocrusta
Garnelen weiden Filter-schwämmen gerne ab.

Dass ein Filter in ein Aquarium gehört, weiß jeder. Aber was für einer eignet sich für ein Garnelenaquarium? Im Grunde unterscheidet man zwei Gruppen von Filtern: Außenfilter und Innenfilter.

Erstere befinden sich, wie der Name verrät, außerhalb des Aquariums. Einzig zwei Schläuche für Zu- und Ablauf werden im Becken angebracht. Da die Pumpleistung solcher Filter meist sehr groß ist, Garnelenbecken aber häufig nicht mehr als 60l fassen, spielen Außenfilter in der Garnelenaquaristik eine untergeordnete Rolle. Hat man jedoch ein Gemeinschaftsbecken, bei dem Garnelen nur ein Teil des Besatzes sind, muss man den Filterzulauf „garnelensicher“ machen. Eine Möglichkeit dazu ist, aus einer Feinstrumpfhose einen Überzug für das Schlauchende zu basteln. Die optimalere, dafür auffälligere Lösung ist ein Filterschwamm, den man am Einlauf anbringt. Durch die größere Oberfläche verteilt sich der Wasserstrom, sodass der Sogeffekt verringert wird. Zudem finden die Garnelen in der porösen Oberfläche viele Mikroorganismen, die sie abweiden können.

Für die kleineren Aquarien eignen sich Innenfilter besser. Sie nehmen zwar mehr Platz weg und müssen häufiger gereinigt werden, nutzen das kleinere Filtervolumen aber deutlich besser aus. Aber auch hier gibt es Unterschiede.

Entscheidet man sich für ein Standardmodell, hat man das gleiche Problem wie bei den Außenfiltern: Wie verhindere ich, dass gerade die Junggarnelen eingesaugt werden? Der Schutz ist hier nicht so einfach. Einen Strumpf über das Gehäuse zu ziehen ist auf Dauer keine Lösung. Daher gibt es bereits angepasste Modelle, die entweder deutlich kleinere Einlaufschlitze besitzen oder im Ganzen nur aus einem Schwamm mit einer Pumpe bestehen.

Aber wie sehr man sich auch um Sicherheit bemüht, das Risiko, dass doch einmal eine Garnele geschreddert wird, bleibt bestehen.

Dieses Problem hat man mit Lufthebefiltern nicht. Bei diesen Modellen wird grob gesagt Luft mit einem Schlauch unten in ein vertikales Rohr gepumpt. Die aufsteigenden Blasen im Rohr ziehen Wasser mit sich und erzeugen so eine Wasserzirkulation. Sichert man das untere Ende mit einem Schwamm, ist der Filter fertig. Sollte doch mal eine Garnele in das Rohr gelangen, wird sie zwar kräftig durchgeschüttelt, sollte sich aber nicht ernsthaft verletzen.

Eine dritte Bauform sind Hamburger Mattenfilter (HMF). Hierbei wird auf der ganzen Beckenhöhe mit einer Filtermatte eine Ecke des Aquariums abgetrennt. Dahinter befindet sich dann eine Pumpe oder ein Lufthebesystem, das das Wasser aus dem abgetrennten Bereich in das Aquarium zurückbefördert. So läuft dieses durch die Matte nach, was diese zu einem riesigen Flächenfilter werden lässt. Daher erzielen diese Filter die beste biologische Filterleistung und helfen so, das ökologische Gleichgewicht in einem kleinen Aquarium zu stabilisieren.

Welches Filtersystem für Dich das Beste ist, ist schwer zu sagen. Du solltest Dich also selber fragen, worauf Du Wert legst. Soll man möglichst wenig vom Filter sehen, solltest Du Dich für eine Außenfilterlösung entscheiden. Ist Dir das Leben jeder Junggarnele wichtig, ist ein Lufthebefilter eine gute Wahl. Hast Du Lust auf etwas Bastelei und hat gesundes Wasser für Dich Priorität? Dann rate ich Dir zu einem HMF.

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